
DDTS – Detection Dog Training System
Systematisches Geruchstraining. Messbare Ergebnisse. Reproduzierbare Trainingsabläufe.
Das DDTS – Detection Dog Training System ist ein computergestütztes Trainingssystem für die strukturierte Ausbildung, Geruchsdifferenzierung und Leistungsanalyse von Spürhunden.
Das System ermöglicht es, Geruchsarbeit unter kontrollierten und reproduzierbaren Bedingungen durchzuführen. Statt ausschließlich einzelne Suchdurchgänge zu beurteilen, können mit dem DDTS innerhalb kurzer Zeit zahlreiche standardisierte Wiederholungen durchgeführt und digital dokumentiert werden.
Damit eignet sich das DDTS sowohl für den Aufbau neuer Zielgerüche als auch für die Differenzierungsarbeit und die systematische Überprüfung bereits ausgebildeter Detection Dogs.
Sieben Geruchspositionen
Das DDTS verfügt über sieben Geruchspositionen, die vom Hund systematisch überprüft werden können. Der Zielgeruch muss sich dabei nicht dauerhaft an derselben Stelle befinden, sondern kann randomisiert positioniert werden.
Die weiteren Positionen können mit Negativproben und Verleitern bestückt werden. Dadurch entsteht eine klar definierte Aufgabe: Der Hund muss den Zielgeruch erkennen und gleichzeitig nicht relevante Gerüche korrekt verwerfen.
Eine integrierte Lichtschranke registriert den Naseneintritt in die jeweilige Geruchsposition und ermöglicht dadurch die automatisierte Erfassung der einzelnen Durchgänge.
Vom Geruchsaufbau bis zur Leistungsüberprüfung
Das DDTS kann in unterschiedlichen Phasen der Spürhundeausbildung eingesetzt werden:
Conditioning
Der Zielgeruch wird aufgebaut und seine Bedeutung für den Hund gefestigt.
Discrimination
Der Hund lernt, den Zielgeruch zuverlässig von Negativproben und gezielt eingesetzten Verleitern zu unterscheiden.
Operational Readiness
Die bereits aufgebaute Geruchserkennung kann über zahlreiche Wiederholungen überprüft werden. Dabei lassen sich unter anderem Treffer, Fehlanzeigen und Anzeigeverhalten über einen längeren Trainingszeitraum betrachten.
Hohe Wiederholungszahlen
Ein wesentlicher Vorteil des DDTS liegt in der Möglichkeit, innerhalb kurzer Zeit eine hohe Zahl standardisierter Wiederholungen durchzuführen.
Je nach Hund und Trainingsaufbau sind etwa 10 Wiederholungen innerhalb von rund 60 bis 80 Sekunden möglich. Dadurch können im Verlauf einer Ausbildung 500 und mehr Wiederholungen dokumentiert werden.
Eine große Anzahl dokumentierter Entscheidungen ermöglicht eine wesentlich differenziertere Betrachtung der Geruchserkennungsleistung als einzelne erfolgreiche Suchdurchgänge.
So können beispielsweise Fragen untersucht werden wie:
- Wie zuverlässig erkennt der Hund den Zielgeruch?
- Wie häufig entstehen Fehlanzeigen?
- Wie stabil bleibt die Leistung über mehrere Trainingseinheiten?
- Wie sicher werden Verleiter und Negativproben verworfen?
- Wie entwickelt sich die Leistung im Verlauf des Trainings?
Digitale Erfassung der Trainingsdaten
Die Steuerung und Datenerfassung erfolgt über ein Tablet-System von Kynoscience. Trainingsdurchgänge können gespeichert und anschließend ausgewertet werden.
Je nach Trainingsaufbau können unter anderem folgende Parameter betrachtet werden:
- korrekte Entscheidungen und Treffer
- Fehlanzeigen
- Anzeigeverhalten
- Anzeigedauer
- Reaktionen auf Negativproben
- Reaktionen auf Verleiter
- Entwicklung über mehrere Trainingseinheiten
- Leistung bei unterschiedlichen Zielgerüchen
Die erforderliche Anzeigedauer kann zwischen 0 und 6 Sekunden eingestellt werden.
Flexible Belohnungsmöglichkeiten
Das DDTS legt den Anwender nicht auf eine bestimmte Belohnungsform fest.
Abhängig vom Trainingskonzept, Ausbildungsstand und Hund kann sowohl mit Futter als auch mit Ball oder anderem Spielzeug gearbeitet werden. Dadurch lässt sich das System in unterschiedliche Ausbildungskonzepte integrieren.
Reduzierung unbewusster Hilfen
Bei der klassischen Geruchsarbeit besteht immer die Möglichkeit, dass der Hund unbeabsichtigt Informationen über den Menschen erhält. Bereits minimale Veränderungen von Blickrichtung, Bewegung, Körperspannung oder Erwartungshaltung können Einfluss auf das Verhalten des Hundes nehmen.
Das DDTS ermöglicht Trainingsaufbauten, bei denen dieser Einfluss gezielt reduziert wird. Die Person, die die Geruchsproben einbringt, kann beispielsweise den Trainingsbereich verlassen, bevor Hundeführer und Hund mit dem System arbeiten.
Damit kann die Entscheidung des Hundes stärker auf den tatsächlich relevanten Parameter konzentriert werden: den Geruch.
Für unterschiedliche Detection Dogs einsetzbar
Das DDTS ist nicht auf eine bestimmte Spürhundesparte oder einen einzelnen Zielstoff beschränkt.
Das System kann grundsätzlich für Hunde eingesetzt werden, die auf definierte Zielgerüche konditioniert werden und anschließend zwischen Ziel- und Nicht-Zielgerüchen unterscheiden müssen.
Dazu zählen beispielsweise:
Sprengstoffspürhunde, Suchtmittelspürhunde, Banknotenspürhunde, Bettwanzenspürhunde, Schimmelspürhunde und weitere spezialisierte Detection Dogs.
Kontrolliertes Training ergänzt die reale Suche
Das DDTS ersetzt keine realen Suchlagen.
Ein einsatzfähiger Spürhund muss seine Leistung auch unter wechselnden Umweltbedingungen, unterschiedlichen Geruchsverfügbarkeiten, Ablenkungen und komplexen Suchsituationen zeigen.
Die Stärke des DDTS liegt vielmehr darin, eine kontrollierte und reproduzierbare Trainingsumgebung bereitzustellen, in der einzelne Komponenten der Geruchsarbeit gezielt trainiert, wiederholt und analysiert werden können.
FAQ zum DDTS
Was bedeutet DDTS?
DDTS steht für Detection Dog Training System. Es handelt sich um ein computergestütztes System zur strukturierten Konditionierung, Geruchsdifferenzierung und Leistungsanalyse von Spürhunden.
Wie viele Geruchspositionen besitzt das DDTS?
Das System verfügt über sieben Geruchspositionen. Diese können mit Zielgeruch, Negativproben und Verleitern eingesetzt werden.
Kann die Position des Zielgeruchs verändert werden?
Ja. Der Zielgeruch kann randomisiert positioniert werden. Dadurch wird verhindert, dass der Hund lediglich Positionsmuster oder wiederkehrende Abläufe lernt.
Wie wird erkannt, dass der Hund eine Geruchsposition überprüft?
Eine integrierte Lichtschranke registriert den Naseneintritt in die jeweilige Geruchsposition.
Wie viele Wiederholungen können durchgeführt werden?
Je nach Hund und Trainingsaufbau sind ungefähr 10 Wiederholungen innerhalb von 60 bis 80 Sekunden möglich. Dadurch können über den Trainingsverlauf mehrere hundert Entscheidungen dokumentiert werden.
Werden die Trainingsdaten gespeichert?
Ja. Über das eingesetzte Kynoscience Tablet-System können Trainingsdaten gespeichert und anschließend ausgewertet werden.
Kann die Anzeigedauer eingestellt werden?
Ja. Die erforderliche Anzeigedauer kann zwischen 0 und 6 Sekunden definiert werden.
Können Verleiter und Negativproben eingesetzt werden?
Ja. Gerade für die Differenzierungsarbeit können unterschiedliche Negativproben und Verleiter verwendet werden. Der Hund muss dadurch lernen, gezielt den definierten Zielgeruch zu erkennen und andere Gerüche zu verwerfen.
Welche Belohnung kann verwendet werden?
Je nach Trainingskonzept kann sowohl mit Futter als auch mit Ball oder Spielzeug gearbeitet werden.
Ist das DDTS nur für fertig ausgebildete Spürhunde geeignet?
Nein. Das System kann bereits beim Aufbau eines Zielgeruchs eingesetzt und anschließend für Differenzierung und weiterführende Leistungsüberprüfung verwendet werden.
Für welche Spürhundebereiche eignet sich das DDTS?
Das Grundprinzip ist nicht auf einen bestimmten Zielstoff beschränkt. Das DDTS kann beispielsweise bei Sprengstoff-, Suchtmittel-, Banknoten-, Bettwanzen- oder Schimmelspürhunden sowie weiteren spezialisierten Detection Dogs eingesetzt werden.
Ersetzt das DDTS reale Suchtrainings?
Nein. Das DDTS bietet eine kontrollierte Umgebung für systematisches Geruchstraining. Reale Suchlagen und wechselnde Einsatzbedingungen bleiben ein eigenständiger und unverzichtbarer Bestandteil der Spürhundeausbildung.

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